Nobody Else Will Be There

In der Serie “Nobody Else Will be There” (Nr. 1-3) beschäftige ich mich mit dem Genre des Stilllebens. Spuren von menschlicher Anwesenheit sind nur mehr fragmentarisch sichtbar -Handschuhe, Fahnen, Lorbeerkränze, Satelliten-Schrott - geben Hinweise auf seine vorherige Präsenz.
Die Symbolträchtigkeit die dem Stillleben eigen ist wird in meinen Arbeiten ad absurdum geführt. Mich interessiert inwieweit Symbole sich über den gegebenen Kontext definieren bzw. wann eine neue Bedeutungsebene oder Assoziationskette einsetzt.

Meine Kompositionen brechen bewusst mit den gewohnten Sichtweisen und die Multiperspektiven verhindern einen ruhigen Standort. Sie erinnern mich an antihierarchische, rhisomatische Strukturen ohne Beginn und Ende.
In den dynamischen Zirkulationen der Bildräume werden die Regeln der klassischen Darstellung gebrochen und die Gegenstände und Strukturen ordnen sich einer neuen Systematik unter.

Die verwendeten Symbole des menschlichen Triumphs werden transferiert miteinander verknüpft und es entstehen Metaebenen die unterschiedliche Entschlüsselungen zulassen.

Text: larissa leverenz


© Text: larissa leverenz, 2018

Nobody Else Will Be There | Strabag Preisträger Katalogtext | 2018

 

 

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