After Aid

Unsere Erde selbst rückt immer mehr in den Fokus des medialen Interesses.
Die Klimakrise wird unser Leben auf der Welt verändern, und uns mit der Frage wie viel Verantwortung jeder Einzelne trägt, konfrontieren.
Diese nahende Katastrophe übt in ihrer „Schrecklichkeit“ eine ungemein große Anziehungskraft aus, vergleichbar mit der Explosion einer Atombombe. Sie kann magisch schön sein, und ist in ihrer Vernichtung grenzenlos.
Ähnlich, wie in einem guten Krimi die Angst als süßer Begleiter immer präsent ist, lässt sich aus sicherer Distanz die Apokalypse genießen.

Der Titel „After Aid“ beinhaltet die Hoffnung, dass es nach der Hilfe eine Zukunft gibt – wir befinden uns derzeit im Stadion der Hilfe. Und doch schwingt darin unweigerlich die ambivalente Frage nach der ungewissen Zukunft unseres Planeten mit. Die Analogie zum bittersüßen Beigeschmack der „sprachverwandten“ Minzschokolade „After Eight“ darf gerne gezogen werden.

In meinen neueren Arbeiten greife ich unter anderem das Thema der Digitalisierung, und die stetige Entfremdung des Menschen von der Natur auf.
In großen  Panoramen, welche uns in futuristische und utopische Räume führen, gibt es keinen ruhigen Standort. In unendlichen Möglichkeiten von Perspektiven beginnen die Gedanken um das Zentrum unserer Erde zu kreisen - auf der wir leben „dürfen“

Text: Larissa Leverenz  2019


© Text: larissa leverenz, 2019

After Aid
Galerie Anne Voss - Dortmund 2019

 

 

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